Goethe und der Ginkgo

Ein Gemälde für die Goetheschule Dieburg

Als UNESCO-Projektschule pflegt die Goetheschule in Dieburg zahlreiche Partnerschaften mit Schulen in Ländern rund um den Erdball. Im letzten Jahr wurde die Idee entwickelt, sich auch ein Land aus dem fernen Osten näher anzuschauen. Nach drei „Schnupperstunden“ Japanisch im Frühjahr wird jetzt ein Kurs mit dem Thema „Japan“ für das nächste Schuljahr vorbereitet. Neben der Sprache und den für uns Europäer so ungewohnten Schriftzeichen sollen das Land Japan und seine Menschen im Vordergrund der Wissensvermittlung stehen.

Als Auftakt zu diesem Projekt hat jetzt die japanische Malerin Atsuko Kato aus Fürth (By) das von einem Sponsor in Auftrag gegebene Gemälde der Goetheschule überreicht. Neben 2 Ginkgo-Blättern in weißer Farbe, die eine Friedenstaube darstellen sollen, sowie einem weiblichen und einem männlichen Zweig des Ginkgo biloba–Baumes enthält das Bild das bekannte Gedicht von Goethe „Diese Baumes Blatt, der vom Osten meinem Garten anvertraut…“ in zwei Sprachen. In Goethes Handschrift und in feinster Kalligraphie in der japanischen Übersetzung von Frau Kato wird eine Verbindung zwischen Japan und Deutschland hergestellt.

Seit vielen Jahren zieht das Ehepaar Kato aus Japan mitgebrachtem Samen des Ginkgo-Baumes kleine Pflänzchen heran. Nach einigen Jahren werden diese an öffentliche Einrichtungen weitergegeben. Für die Goetheschule haben Atsuko und Kunihiko Kato mehrere dieser Schösslinge als Gastgeschenk mitgebracht. Sie sollen später nach einer Umgestaltung rund um die Schule im Außenbereich gepflanzt werden.

In einer kleinen Feier wurde das Gemälde am Mittwoch, den 31. Mai 2017 enthüllt und vorgestellt. Schülerinnen der G9a, die Teilnehmerinnen des WPU Kurses UNESCO sind, haben bei der Enthüllung geholfen und Goethes Gedicht rezitiert.

 

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