Bilingualer Unterricht

Bilingualer Unterricht an der Goetheschule

Seit dem Schuljahr 2010/2011 gibt es an der Goetheschule Dieburg ab Jahrgang 7 eine Klasse, in der ein Sachfach bilingual unterrichtet wird. In Jahrgang 6 gibt es für alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasialzweigs eine zusätzliche Unterrichtsstunde im Fach Englisch. Diese Extrastunde ist vor allem dazu gedacht, die Schüler für den ab Klasse 7 folgenden bilingualen Unterricht sprachlich „fit“ zu machen.

In der Jahrgangsstufe 7 wird derzeit Erdkunde, in der Jahrgangsstufe 8 Biologie, in der Jahrgangsstufe 9 Geschichte und in der Jahrgangsstufe 10 Politik und Wirtschaft bilingual auf Englisch unterrichtet. Das bilinguale Sachfach wird mit zwei Wochenstunden im gesamten Schuljahr unterrichtet.

Durch den bilingualen Sachfachunterricht ist ein deutlich größerer Lernfortschritt im jeweiligen Sachfach sowie in der englischen Sprache bei den Schülern zu erkennen.

Schon nach relativ kurzer Zeit wird der gesamte Unterricht im jeweiligen Sachfach weitestgehend in englischer Sprache abgehalten, da sich eine Eigendynamik ausgehend von den Schülern entwickelt.

Da der Schwerpunkt des bilingualen Unterrichts weniger auf der absoluten Sprachrichtigkeit als auf der Kommunikation in der englischen Sprache zu bestimmten Themenkreisen liegt, ist die Lern- und Arbeitsbereitschaft der Schüler geweckt.

Projekte u.a. zur Plattentektonik, zu den Polarzonen, zum Klimawandel sowie zum Thema Regenwald werden von den Schülern begeistert aufgenommen.

(Scott and Amundsen’s race to the South pole, 1912, by Carla Spahn, G7b 2018/19)

(A presentation by Leah Geißler, G7b 2018/19)

Goetheschüler im Wahlkampf-Fieber

Während die Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und Donald Trump um letzte Wählerstimmen buhlten, tauchte auch die Klasse G10b mit Lehrerin Sina Lannert in die Welt des Two-Party-Systems ein.

Der bilinguale Politikunterricht der letzten Wochen war geprägt von intensiven Recherchen, hitzigen Diskussionen und kritischen Analysen. Nachdem das amerikanische Wahlsystem durchdrungen und Kampagnenvideos der Kandidaten erschlossen wurden, lieferten sich die Goethe-Republikaner und -Demokraten eine spannende Debatte, die von kritischen Stimmen aus dem Klassenpublikum angetrieben wurde.

Schließlich bekam jede Schülerin bzw. jeder Schüler zwei US-Staaten zugewiesen. Nun galt es, die dortige Bevölkerungsstruktur sowie vorherrschende politische „Traditionen“ zu erforschen und schließlich eine eigene Prognose abzugeben. Die Spannung war riesig: Jede Schülerin und jeder Schüler fieberte tagelang für die „eigenen“ Staaten. Einige Schülerinnen und Schüler schlugen sich sogar die Wahlnacht um die Ohren, um erste Wahlergebnisse live zu verfolgen.

Höhepunkt der Einheit war der Austausch mit Kristina Young, eine Amerikanerin, die morgens über Skype zugeschaltet wurde und von den informierten Schülerinnen und Schülern gelöchert werden konnte. Neben der kalifornischen Perspektive, hörte die Klasse auch Meinungen von Amerikanern aus Washington, West Virginia, New Jersey, New York und North Carolina, die Audio- oder Videoaufnahmen mit ihren Eindrücken verfassten und auf diese Weise mit den GoetheschülerInnen in den Dialog traten.

Mit großen Erwartungen blickt die Bili-Klasse nun in die Zukunft der USA unter Joe Biden!

Weitere Eindrücke und Berichte werden im Dezember in der neuen Ausgabe der Schülerzeitung „Goethes Feder“ zu lesen sein.

 

Das Bili-Zertifikat

Bei der Ausarbeitung und weiteren Evaluation des bilingualen Konzeptes arbeitet die Goetheschule eng mit Frau Prof. Dr. Hufeisen von der TU Darmstadt zusammen. Am Ende der Schullaufbahn legen die Schüler eine Prüfung an der TU Darmstadt ab und erwerben damit ein Bili-Zertifikat.

Der Projekttag zum Bili – Zertifikat 2020 fand am 5. März statt. Die Klasse G10a hatte drei Führungen in Darmstadt: Staatstheater, Unheimliches Darmstadt und die Mathildenhöhe. Hierzu musste die Klasse eine Präsentation im Anschluss auf englisch ausarbeiten und halten und sich den Fragen der Prüfer der TU Darmstadt stellen.